Dr. Kay Hoffmann

Lokalanästhesie

Die Lokalanästhesie dient der Ausschaltung der Schmerzempfindung in einem örtlich begrenzten Bereich. Im Gegensatz zur Regionalanästhesie wird nicht ein gesamter Nerv oder ein Nervengeflecht betäubt, sondern nur die Nervenendungen in einem kleinen Gebiet. Die dazu verwendeten Medikamente heißen Lokalanästhetika und werden derart gespritzt, dass das gesamte zu operierende Gewebe mit dem Lokalanästhetikum durchtränkt und dadurch betäubt wird. (Kassenleistung)


 

Regionalanästhesie

Die Regionalanästhesie dient der Ausschaltung der Schmerzempfindung jener Körperregion ( z.B. Unterkiefer oder Mittelgesicht), an der die Operation durchgeführt werden soll, durch Blockade eines kompletten Nervenastes. Man unterscheidet die rückenmarksnahen Anästhesieverfahren von den peripheren Nervenblockaden. Erstere erlauben auch Operationen im Bauchbereich, letztere sind vor allem für Eingriffe an Armen, Beinen und Teilen des Gesichtsschädels ( Ober-, Unter- und Kieferhöhle) geeignet. Es wird also durch Spritze, eine kleine Menge Lokalanästhetikum um einen das nachfolgende Operationsgebiet versorgenden Nervenast herumgespritzt, um die Schmerzleitung von diesem Gebiet zu blockieren.

Gegenüber der Vollnarkose hat die Regionalanästhesie und Lokalanästhesie den Vorteil, dass nicht der gesamte Organismus mit Medikamenten belastet wird. (Kassenleistung)


Analgosedierung (Dämmerschlaf)

Bei einer Analgosedierung werden Ihnen durch einen speziell ausgebildeten Fachzahnarzt unter Überwachung der Herz- und Kreislauffunktionen Schmerzmittel (Analgetika) und Beruhigungs- oder Schlafmittel (Sedativa) über einen Venenzugang verabreicht. Sie sind dann während der Zahnbehandlung zwar ansprechbar und atmen selber, befinden sich aber in einem Rausch bzw. Dämmerschlaf.


Die gelöste und schläfrige Situation verhindert oder vermindert unerwünschte Angstreaktionen und belastet das Herz-Kreislaufsystem gering. Zur sicheren Schmerzausschaltung ist zusätzlich noch eine Lokalanästhesie oder Regionalnästhesie erforderlich. Wichtig !!! Der Patient hat im Anschluß an die Analgosedierung keinerlei Errinnerungen mehr an die Behandlungssituation oder an Schmerzen. Der Aufwand ist wegen der erhaltenen Atmung und der erhaltenen Reflexe deutlich geringer als bei der Intubationsnarkose, was sich auch in die Kosten ( 50% der ITN ) der Maßnahme reflektiert. ( immer Privatleistung)


Intubationsnarkose (Bewusstlosigkeit)

Die klassische Narkoseform auch abgekürzt ITN genannt. Nach Anlage der Herz- und Kreislaufüberwachung (EKG, automatische Blutdruckmessung und Sauerstoffsättigungsmessung) wird entweder bei Patienten mit Spritzenangst eine Atemmaske mit Narkosegas-Sauerstoff-Gemisch bis zum Einschlafen auf Mund und Nase gehalten oder eine eine kleine Infusionskanüle an Handrücken oder Unterarm für eine Infusion gelegt. Der Patient atmet reinen Sauerstoff über eine Atemmaske ein, dann werden über die Infusion ein oder mehrere Narkosemedikamente verabreicht, die ein schnelles und angenehmes Einschlafen bewirken. Nachdem der Patient in ausreichende Narkosetiefe versetzt wurde, wird ein muskelentspannendes Medikament verabreicht und ein Beatmungsschlauch (Tubus) in die Luftröhre eingelegt oder eine Kehlkopfmaske ( Larynxmaske) in den Rachen gelegt. Hierüber wird der Patient für die Dauer der Operation beatmet und Fremdkörper aus der Mundhöhle vom Eindringen in die Lunge gehindert. Die Narkose wird jetzt über die kontinuierliche Gabe eines Narkosemedikamentes, über die Infusion oder eines Narkosegases aufrechterhalten. Die Tiefe der Narkose kann über ein modifiziertes EEG während der Operation gemessen werden, so dass Wachheitserlebnisse (sogenannte awareness) während der Narkose verhindert werden. Auch der Grad der Muskelentspannung (Relaxation) wird mit einem speziellen Messverfahren kontinuierlich bestimmt. Alle Kreislaufparameter,die Daten der Beatmung und die Atemgaszusammensetzung werden jederzeit durch modernste Monitorsysteme vom Anästhesisten überwacht. Nach Beendigung der Operation wird die Zufuhr des Narkosemedikamentes oder Narkosegases gestoppt und der Patient beginnt nach wenigen Minuten wieder selbstständig zu atmen. Nach Einstellung einer stabilen Spontanatmung wird der Beatmungsschlauch oder die Kehlkopfmaske entfernt, wobei der Patient sich zwar bei Bewusstsein befindet, aber noch so schläfrig ist, so dass er keine Erinnerung hieran behält. Im Normalfall kann der Patient bei der ambulanten ITN bereits spätestens eine Stunde nach Narkoseüberwachung mit einer Begleitperson die Praxis verlassen. (je nach  Indikation Kassenleistung oder Privatleistung).